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Letzte Aktualisierung
Freitag, 25. März 2011 

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Willkommen beim Hovawart Gebrauchshunde-Sportverein (HGS) Minden-Ravensberg e.V. - - -
Die Grundausbildung

 

“Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken.”

                                                                                                                          Arthur Schopenhauer

 Erziehungsmethoden lösen sowohl im Bereich der Schule unserer Kinder wie auch im Bereich der Hundeerziehung immer wieder heftige Diskussionen aus. Viele geben vor, Experten zu sein, nur weil sie schon einmal selbst in die Schule gegangen sind. Sie vertreten dabei felsenfest unsinnige Meinungen und verbreiten Patentrezepte, ohne einen fundierten Hindergrund zu haben. Ein Lied davon kann sicherlich auch unser Fußballbundestrainer singen, denn die Fans auf den Rängen im Stadion und vor den Fernsehern wissen in der Regel stets besser, wie er seine Mannschaft hätte aufstellen sollen und welche Taktik sicherlich zu einem besseren Ergebnis geführt hätte.

   Ähnlich kontrovers wird auch die Diskussion im Bereich der Hundeerziehung geführt. Fast alles ist umstritten, und bekanntlich führen ja auch mehrere Wege nach Rom. Ist autoritäre Erziehung angebracht, so wie sie früher auf den Hundeplätzen an der Tagesordnung war? Ist die Erziehung mit Leckerchen und Spielzeug die einzig wahre Methode, die garantiert zum Erfolg führt? Oder sind Stachelhalsband und notfalls auch Rohrstock das beste Mittel zum Zweck?

   Stock und Strafe haben in den Schulen längst ausgedient und sind unter Pädagogen indiskutabel, obwohl ein kleiner Klaps zur rechten Zeit bestimmt niemanden zum Duckmäuser oder gar zum Verbrecher gemacht hat.

   Mit Schmerz und Gewalt ist eine erfolgreiche Hundeerziehung und –ausbildung kaum möglich, denn Schmerz und Gewalt blockieren und verhindern das Lernen. Es  ist inzwischen deutlich geworden, dass stark geknechtete Hunde, die durch überzogene Maßnahmen gefügig gemacht wurden, eine deutliche schwächere Bindung mit dem Menschen eingehen, sie sind misstrauisch. Partnerschaft jedoch bedeutet etwas anderes. Hier ist gegenseitiges Vertrauen die Basis und nicht Angst.

   In der modernen Hundeausbildung ist die trieb-ziel-orientierte  Erziehung angesagt.

    Wer hat noch nichts von ihm gehört, vom Pawlowschen Effekt? Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts legte Pawlow die Grundlagen der Verhaltensforschung. Man hatte beobachtet, dass Hunde vermehrt Speichel produzierten, wenn ihnen Futter gezeigt wurde. Immer dann, wenn den Hunden Futter gebracht wurde, ertönte gleichzeitig eine Glocke. Das hatte nach kurzer Zeit zur Folge, dass die Hunde begannen, auch dann Speichel zu produzieren, wenn sie nur das Läuten der Glocke hörten. Der Begriff der Konditionierung war geboren.

   Inzwischen ist die Erkenntnis, dass Hunde ein Verhalten immer dann besonders gern wiederholen, wenn das Ergebnis positiv ist, Alltag in der Hundeausbildung. Jagd-, Spiel- und Fresstrieb der Hunde werden für die Ausbildung ausgenutzt, und so stellt sich vielfach schnell ein gewünschter Trainingserfolg ein.

   Die wichtigste Komponente in der Ausbildung ist jedoch die absolute Konsequenz. Hunde kennen nur schwarz oder weiß, grau gibt es für sie nicht. Sie können Zusammenhänge nicht logisch folgern, sondern lernen ausschließlich aus Erlebtem. Das wiederum jedoch speichern sie fein säuberlich ab, um es im Bedarfsfall blitzschnell abzurufen und zur Grundlage ihres weiteren Verhaltens zu machen. Wesentlich ist, dass der Hund in den entscheidenden Situationen zuverlässig gehorcht. Kurze und knappe Kommandos - möglichst immer im gleichen Tonfall gesprochen - sind angesagt, ganze Sätze verstehen Hunde ohnehin nicht; sie verwirren sie nur.